Alters-& Ehrenabteilung

Horst Budick
Dienstgrad: Brandmeister
Eintritt: 1950
Ursula Paul
Dienstgrad: Hauptfeuerwehrfrau
Eintritt: 1967
Helmut Piesker
Dienstgrad: Hauptfeuerwehrmann
Eintritt: 1976
Klaus Schaarschmidt
Dienstgrad: Brandmeister
Eintritt: 1968
Anita Suckert
Dienstgrad: Hauptfeuerwehrfrau
Eintritt: 1969
Dieter Suckert
Dienstgrad: Löschmeister
Eintritt: 1968
Technische Hilfeleistung

Auf dieser Seite erklären wir anhand unserer Technik alle Geräte die zur Technischen Hilfeleistung nötig sind.
- 1. Hydraulisches Rettungsgerät und Rettungszylinder
- 2. Pedalschneider (LSH 4 - Minischneidsatz)
- 3. Tauchpumpe
- 4. Halligan-Tool
- 5. Spineboard, Rettungsrucksack, Atemschutznotfalltasche, Sauerstoffflasche
- 6. Sprungretter
Hydraulisches Rettungsgerät und Rettungszylinder

Das Hydraulische Rettungsgerät(auch unter „Schere - Spreizer“ bekannt) besteht aus drei Teilen: Dem Aggregat, der Schere und dem Spreizer.
Rettungszylinder (liegend und ausgefahren vor dem Hydraulischen Rettungsgerät) gehören meistens immer zu einem Rettungssatz. Der Rettungszylinder wird dazu benutzt, um beispielsweise den vorderen Teil des verunfallten Kfz wegzudrücken.
1. Hydraulisches Rettungsgerät
V.l.n.r.:Aggregat, Spreizer S49, Rettungsschere S270-71
Aggregat, Spreizer SP49, Rettungsschere S270-71
Unser Aggregat (Typ E 50 - T + SAH 20) ist von der WEBER-HYDRAULIK GmbH. Dieses Aggregat kann einen Druck von bis zu 630 bar erzeugen. Somit betreibt es die dazugehörigen Hydraulischen Rettungsgeräte (Spreizer, Rettungsschere, Rettungszylinder) an.
Dieses Aggregat kann man transportieren und es verfügt über 2 angebaute Schnellangriffshaspeln mit 2x20m Höchstdruckschlauchpaaren mit Kupplungen für wechselseitigen Betrieb mit Turbo-Funktion für das jeweils ausgewählte Gerät oder gleichzeitigem Betrieb von 2 Geräten. Beide Haspeln sind unabhängig voneinander und auch unter Druck abziehbar. Auf diese Weise können auch während des Betriebes andere Hydraulische Rettungsgeräte angeschlossen und bedient werden. Außerdem besitzt dieses Aggregat eine integrierte Aufrollvorrichtung und eine Ablaufbremse.
Der Spreizer, dient zum Auseinanderspreizen von zum Beispiel verklemmten oder deformierten Autotüren oder zum Wegdrücken von Wrackteilen. Er kann aber auch zum Zusammendrücken oder Anheben verschiedener Materialien benutzt werden. Durch die multifunktional gestalteten Spreizerbacken ist es möglich, in kleinste Spalten zu kommen, bzw. Blech zu schälen.
Mit einem extra gefertigten Kettensatz kann mittels Spreizer auch etwas gezogen werden, zum Beispiel kann man die Lenksäule eines PKW wegziehen um einen Verletzten zu Befreien. Allerdings benutzt man heute für diese Methode „Rettungszylinder“. Damit ist es möglich den gesamten Motorraum nach vorne wegzuklappen.
Die Rettungsschere dient zum Durchtrennen von Materialien bei einem Verkehrsunfall zum Beispiel zum Abtrennen des Autodaches. Dabei muss an manchen Stellen eines PKW besonders vorsichtig vorgegangen werden, da zum Beispiel noch Airbags auslösen können oder verstärkte B-Säulen an PKW’s vorhanden sein können. Viele Fahrzeuge besitzen heutzutage schon verstärkte B-Säulen, dass Rettungsscheren mit einer maximalen Schneidkraft von über 1,25 MN erforderlich sind. Diese sind wegen ihres hohen Eigengewichts jedoch nicht einfach zu handhaben.
2. Rettungszylinder

Rettungszylinder gehören meistens immer zu einem Rettungssatz.
Der Rettungszylinder (oder auch „Stempel“ genannt) wird dazu benutzt, um zum Beispiel den vorderen Teil des verunfallten Kfz wegzudrücken, dabei wird der Schweller auf Höhe der A-Säule eingeschnitten und der Rettungszylinder zwischen A-Säule und B-Säule diagonal angesetzt. Es gibt verschiedene Größen der Rettungszylinder die je nach Ausführung Öffnungen von ca. 320mm auf bis zu 1500mm vergrößern.
In diesem Bereich wirken dann Kräfte bis zu 270kN. Je nach Ausführung eignen sich Rettungszylinder zum Drücken und Ziehen und sie werden vor allem dann eingesetzt, wenn die Öffnungsweite des Rettungsspreizers nicht mehr ausreicht. In Verbindung mit einem Schwelleraufsatz, kann der Rettungszylinder optimal angesetzt werden, die B-Säule ist dadurch ausreichend geschützt und ein Durchbrechen des Zylinders wird so verhindert.
Anwendung der Rettungszylinder: Arbeitsöffnung geschaffen indem Dach weggedrückt wurde
Pedalschneider

Dieser Minischneidsatz, auch Pedalschneider genannt, arbeitet spannungsfrei, da im Gegensatz zum normalen Schneidgerät nur eine der beiden Klingen beweglich ist.
Auf Grund seiner geringen Abmessungen kann dieses Schneidgerät sehr gut Pedale im Fußraum schneiden.
Die Vorteile von solch einem Pedalschneider sind, dass er sehr handlich und leicht ist und besonders gut für Einsätze unter Explosionsgefahr geeignet ist, da keinerlei Funkenflug entsteht
Tauchpumpe
Links:Tauchpumpe TP14 | Rechts: Tauchpumpe TP4Tauchpumpen werden in der Feuerwehr im Rahmen der technischen Hilfe eingesetzt.
Im Hochwassereinsatz, bei vollgelaufenen Kellern nach einem Unwetter, einem Rohrbruch usw. werden in der Regel Tauchmotorpumpen sowie Turbinentauchpumpen eingesetzt. Tauchmotorpumpen (TP) werden immer elektrisch betrieben.
Je nach der Förderleistung der Tauchmotorpumpen unterscheidet man die Typen TP 4/1, TP 8/1 oder TP 15/1. Die Erste Zahl steht hierbei für Förderleistung pro Minute und die zweite Zahl steht für den Förderdruck, also die TP4/1 fördert 400l Wasser pro Minute bei einem Förderdruck von 1 bar. Tauchpumpen besitzen normal eine B- oder C-Kupplung.
Grundsätzlich taugen diese Tauchpumpen jedoch nicht für die Löschwasserförderung. Hier werden Feuerlöschpumpen eingesetzt!
Halligan-Tool
Links: Dorn und Klinge | Rechts: Geißfuß oder HebelklaueDas Halligan-Tool ist eine besondere Bauform einer Brechstange.
An eine Stahlstange mit rundem oder sechskantigen Querschnitt sind auf einer Seite zwei Werkzeugklingen im Winkel von 90° zueinander angebracht und auf der anderen Seite eine Klinge in einem Winkel von etwa 30° zum Stiel. Diese Werkzeuge nennt man Geißfuß oder Hebelklaue, Dorn und Klinge.
Dadurch kann jede der Klingen mit einem geeigneten Schlagwerkzeug eingeschlagen und dadurch für nachfolgende Hebelanwendungen ausreichend fest verankert werden.
Spineboard, Rettungsrucksack, Atemschutznotfalltasche, Sauerstoffflasche
H.v.l.n.r.:Rettungsrucksack, Spineboard,SauerstoffflascheVorne: Atemschutznotfalltasche
Das Spineboard ist ein Hilfsmittel zur Rettung von verunfallten Personen, bei denen Verletzungen der Wirbelsäule nicht auszuschließen sind.
Es besteht entweder aus Holz oder auch aus Hartplastik, bis zu 1.000 kg Tragfähigkeit besitzen kann und ist meistens komplett röntgendurchlässig. Wegen seiner Schwimmfähigkeit wird es auch oft in der Wasserrettung eingesetzt.
Außerdem besitzt das Spineboard mindestens 2 Gurte um den Patienten zu fixieren.
Der Rettungsrucksack ist ein Rucksack, der Materialien und Medikamente zur Diagnose und Therapie von medizinischen Notfällen, wie zum Beispiel akuten Erkrankungen, Verletzungen oder Vergiftungen, enthält.
Rettungsrucksäcke haben ein geringes Eigengewicht, lassen sich bequem tragen und sind rückenschonend. Dadurch sind sie besonders in Einsatzfällen mit längeren Wegen zum Patienten sehr gut geeignet.
Dies gilt auch für enge Wohnungen und Treppenhäuser, da die Rettungsrucksäcke für den Einsatz meist nicht komplett geöffnet werden müssen. Im Gegensatz zu Notfallkoffern öffnet man nur das Fach, welches gerade benötigt wird.
Die Atemschutznotfalltasche ist, bei jedem Atemschutzeinsatz für den Sicherheitstrupp erforderlich. Dieser verfolgt während des Atemschutzeinsatzes den sich im Innenangriff befindenden Trupp und kann bei einem Atemschutznotfall (Durchzündung, Kreislaufproblemen, Einstürzen) sofort eingreifen.
Dieser Sicherheitstrupp ist mindestens genauso ausgerüstet wie der vorgehende Atemschutztrupp, führt aber zusätzlich noch die Atemschutznotfalltasche mit. Die Atemschutznotfalltasche ist eine Tasche um bei einem Atemschutznotfall den verunfallten Kameraden sofort zu retten und aus dem Gefahrenbereich zu tragen. In dieser Tasche befinden sich ein Pressluftatmer, eine Bandschlinge und ein Rettungsmulde.
Die Sauerstoffflasche ist eine Gasflasche, welche mit Sauerstoff befüllt wurde. Diese tragbaren mobilen Sauerstoffgeräte sind ziemlich leicht und daher kann man sie gut handhaben. Sauerstoffflaschen werden in der Medizin zur Erleichterung des Atmens bei Patienten mit Respirationsproblemen eingesetzt oder nach einem Rettungseinsatz zur Stabilisierung der Lungen- und Kreislauffunktionen.
Sprungretter
Der Sprungretter wird in der Feuerwehr zur Menschenrettung aus brennenden Gebäuden oder zur Sicherung absturzgefährdeter Personen eingesetzt. Der Sprungretter besteht aus einem aufblasbaren Schlauchgerüst mit speziell gefertigten Planen, das mit Hilfe einer angeschlossenen Druckluftflasche innerhalb von ca. 30 Sekunden einsatzbereit gemacht wird. Dazu werden nur die Hülle und danach die Druckluftflasche geöffnet.
Er rollt sich von allein aus und richtet sich auf. Der Sprungretter ist komplett mit Spezialplanen umgeben, die in 2 Aufgaben besitzen. Sie sollen die springende Person auffangen und die Luft im Hohlraum des Sprungpolsters daran hindern, zu schnell zu entweichen. Am unteren Ende wird eine Druckluftflasche angeschlossen und das Gerüst mit einem Überdruck von 0,3–0,45 bar gefüllt, wodurch sich die Konstruktion aufrichtet.
Ein großer Vorteil des Sprungretters ist, dass er durch 2 Einsatzkräfte bedient werden kann, im Vergleich zu einem Sprungtuch sind es 16 Einsatzkräfte. Daher werden Sprungtücher heute kaum noch verwendet.
Sprungretter im verpackten Zustand |
Sprungretter im aufgeblasenen Zustand |
Brandbekämpfung
Auf dieser Seite erklären wir anhand unserer Technik alle Geräte die zur Brandbekämpfung nötig sind.
- 1. Saugelängen, Schwimmblase, Saugkorb, Saugschutzkorb und Arbeitsleine
- 2. Verteiler und Strahlrohre
- 3. Hydrantenschlüssel und Standrohr
- 4. Schläuche
- 5. Kombischaumrohr S4/M4, Schaummittel mit Zumischer
Saugelängen, Schwimmblase, Saugkorb, Saugschutzkorb, Arbeitsleine

Um eine Wasserentnahme aus einem offenen Gewässer durchführen zu können benötigt man mindestens eine Saugelänge, eine Schwimmblase, einen Saugkorb, einen Saugschutzkorb und eine Arbeitsleine.
Saugelängen sind im Gegensatz zu Druckschläuchen sehr formstabil, damit sie sich nicht durch den beim Saugvorgang auftretenden Unterdruck zusammenziehen. Sie werden als Saugleitung an den Saugeingang einer Feuerlöschkreiselpumpe z.B. einer Tragkraftspritze (TS) angeschlossen. Zusätzlich kuppelt man noch den Saugkorb an, befestigt diesen mit der Arbeitsleine und zieht den Saugschutzkorb darüber. Dann befestigt man noch die Schwimmblase am Saugkorb und lässt nun alles zu Wasser.
Der Saugkorb ist eine Armatur der Feuerwehr und bildet das Ende der Saugleitung bei der Wasserentnahme aus offenen Gewässern. Er erfüllt hierbei zwei Aufgaben: Zum einen verhindert er einen Eintritt von Verunreinigungen in den Förderstrom der Pumpe und zum anderen ein Abreißen der Wassersäule in der Saugleitung bei Unterbrechung des Pumpvorgangs. Er stellt somit immer sicher, dass die Saugleitung ständig mit Wasser gefüllt ist. Der Saugkorb ermöglicht außerdem bei einem Ausfall der Entlüftungseinrichtung ein Befüllen der Saugleitung mit Wasser.
Der Saugschutzkorb schützt den Saugkorb im Einsatz zusätzlich. Dieser besteht aus einem groben Drahtgeflecht, das Verunreinigungen durch Laub und Holzstücke verhindert und dadurch die Feuerlöschkreiselpumpe bei der Wasserförderung schützt. Besonders wichtig ist der Saugschutzkorb aber bei feinsandigem und schlammigem Grund wichtig, da der Saugkorb hier auf keinen Fall eintauchen darf. Er wird über den Saugkorb, der ans Ende der Saugleitung gekuppelt ist, gestülpt.
Die Arbeitsleine ist eine lange, dünne Leine mit Stahlkarabiner an einem Ende. Sie wird zum Öffnen des Rückschlagventils eines Saugkorbs, zum Entlasten der Saugleitung, zum Sichern der Saugleitung oder gegen das Abtreiben des Saugschlauches verwendet.
Verteiler und Strahlrohre
V.l.n.r.:C-Mehrzweckstrahlr.,C-Hohlstrahlr., 2xB-CBC Vert.,B-Hohlstrahlr., B-Mehrzweckstrahlr.
Der Verteiler ist eine wasserführende Armatur bei der Feuerwehr. Er dient dem Verteilen des Löschmittels von einer Zuleitung auf mehrere Schlauchleitungen. Es gibt drei Arten von Verteilern: Der B-CBC-Verteiler, der 2xB-CBC Verteiler und der C-DCD-Verteiler, wobei der B-CBC-Verteiler deutlich häufiger verwendet wird.
Ein Verteiler besteht aus einem Gehäuse mit 4 Festkupplungen und drei Absperrorganen in Form von Niederschraubventilen. An dem Gehäuse eines B-Verteilers sind am Eingang und dem gegenüberliegenden Abgang eine B-Festkupplung, sowie an den beiden seitlichen Abgängen jeweils eine C-Festkupplung angebracht. Dazu kann zusätzlich ein BC-Übergangsstück mit einer Kette am Verteiler befestigt sein.
Um ein durcheinander an der Einsatzstelle zu vermeiden, gibt es eine festgelegte Reihenfolge für das Anschließen von Schlauchleitungen an den Verteiler. Dabei sind alle Angaben immer in der Richtung des Wasserstroms:
- C-Rohre: 1. Rohr links , 2. Rohr rechts, 3. Rohr Mitte
- B-Rohre: Mitte
- Sonderrohre: Mitte
Mit einem Verteiler kann man auch leicht einen Wasserwerfer (Monitor) aufbauen. Man kuppelt am Verteiler ein Stützkrümmer an und darauf direkt das B-Mehrzweckstrahlrohr. Zur Stabilisierung wird ein C-Schlauch oder ein B-Füllschlauch zwischen beide C-Abgänge gekuppelt und geflutet. Das bewegliche Knaggenteil des Stützkrümmers ermöglicht ein gewisses Ausrichten des Strahlrohres.
Strahlrohre
Strahlrohre sind spezielle Armaturen der Feuerwehr zur Löschmittelabgabe (Wasser oder Wasser/Schaum-Gemische). Es gibt verschiedene Arten von Strahlrohren. Es gibt Sonderstrahlrohre, Mehrzweckstrahlrohre, Schaumstrahlrohre und Hohlstrahlrohre.
Mehrzweckstrahlrohre
Es gibt sie, entsprechend dem jeweiligen Feuerwehrschlauch an den sie gekuppelt werden können, in den Größen B, C und D wobei B das größte Rohr ist. Mehrzweckstrahlrohre in der Größe A existieren nicht. Die Wassermenge, die abgegeben wird, kann über ein abschraubbares Mundstück geändert werden, dazu muss jedoch die Wasserabgabe kurzzeitig unterbrochen werden. Mit dem Absperrhebel am Strahlrohr kann man zusätzlich zwischen Vollstrahl, Halt und Sprühstrahl wählen.
Da bei B-Strahlrohren eine so starke Rückdruckkraft entsteht, dass diese kaum allein gehalten werden können, werden sie üblicherweise zusammen mit einem Stützkrümmer eingesetzt, welcher eine Menge Kraft über den Schlauch zum Boden ableitet. Ohne Stützkrümmer oder bei unsicherem Stand müssen drei Feuerwehrleute das B-Strahlrohr halten.
In den letzten Jahren werden auf Grund der besseren Flexibilität und dem besseren Strahlbild, insbesondere zur Brandbekämpfung in Gebäuden, verstärkt Hohlstrahlrohre an der Stelle von Mehrzweckstrahlrohren eingesetzt.
Hohlstrahlrohre
Hohlstrahlrohre gibt es in den Größen B und C und bei diesen Strahlrohren wird das Wasser durch eine ringförmige Düse geleitet, so dass ein hohler Wasserstrahl entsteht, der jedoch durch bestimmte Techniken wie einen festen oder rotierenden Zahnkranz mit Tropfen gefüllt werden kann, was eine bessere Wasserverteilung und somit auch eine wirkungsvollere Rauchgaskühlung zulässt. Ein Vollstrahl aus einer solchen Ringstrahldüse ist viel stabiler als ein herkömmlicher Vollstrahl und erreicht höhere Wurfweiten. Außerdem kann man damit stufenlos ein Sprühkegel von teilweise bis zu über 120 Grad erreichen. Meistens kann noch die Durchflussmenge des Hohlstrahlrohrs geregelt werden wozu die Wasserabgabe nicht unterbrochen werden muss. Somit kann der vorgehende Strahlrohrführer einen wassersparenden und dynamischen Löschangriff durchführen.
Ein großer Vorteil gegenüber den Mehrzweckstrahlrohren ist, dass der Sprühstrahl beim Hohlstrahlrohr eine größere Fläche abdecken kann und somit eine verbesserte Kühl- und Löschwirkung (gerade bei Rauchgasabkühlungen im Innenangriff zur Verhinderung eines Flash-Overs), andererseits auch eine erhöhte Sicherheit für den Angriffstrupp (durch die „Mannschutzbrause“) erlaubt.
Hydrantenschlüssel und Standrohr
V.l.n.r.:Unterflurhydrantens.,Standrohr, Überflurhydrantenschlüssel
Das Standrohr und der Hydrantenschlüssel sind Armaturen zur Wasserentnahme aus dem öffentlichen Wasserversorgungsnetz über Unterflurhydranten. Für die Wasserentnahme aus Unterflurhydranten wird das Standrohr und der Unterflurhydrantenschlüssel benötigt. Die Unterflurhydranten befinden sich unterhalb einer Hydrantenkappe, die plan in die Straße eingebaut wird.
Der Deckel der Hydrantenkappe wird mit dem Unterflurhydrantenschlüssel angehoben und zur Seite geschwenkt, dadurch wird der Hydrantenfuß zugänglich und man kann das Standrohr nun festschrauben. Das Standrohr wird mit dem Griffstück durch Rechtsdrehen auf dem Hydrantenfuß befestigt, wobei die Klauenmutter in der Klaue des Unterflurhydranten festgehalten und hochgeschraubt wird. Dadurch wird der Dichtring fest auf den Unterflurhydranten gepresst und schließt diesen auch bei höherem Druck dicht ab.
Am oberen Ende des Standrohres befinden sich zwei Niederschraubventile mit zwei Festkupplungen, in der Größe B.
Für die Wasserentnahme aus einem Überflurhydrant wird ein Überflurhydrantenschlüssel benötigt. Ein Überflurhydrant ist überirdisch fest installiert und hat mehrere Abgänge mit Kupplungen, üblicherweise in der Nenngröße B oder C und seltener auch A. Dies ist auch abhängig vom Durchmesser der Zuleitung. Der A-Abgang wird meist in der Industrie und bei größeren Wohnanlagen benutzt, um größere Wassermengen aus dem Netz entnehmen zu können.
Schläuche
V.l.n.r.:B-Schlauch, C-Schlauch, B-Füllschlauch, D-SchlauchSchläuche sind ein wesentlicher Ausrüstungsgegenstand der Feuerwehr und haben die Aufgabe, das Löschmittel Wasser oder Wasser/Schaum-Gemische über Wegstrecken zu fördern.
Druckschläuche haben die primäre Aufgabe der Wasserweiterleitung. Sie werden vorwiegend bei der Brandbekämpfung verwendet, bei der mit entsprechend gewählten Strahlrohren Löschmittel abgegeben werden kann. Sie können aber auch zum Ableiten etwa von Schmutzwasser im Hochwassereinsatz o.ä. genutzt werden.
Daher gelten sie grundsätzlich als nicht für die Trinkwasser-Förderung zulässig. Schläuche bestehen heute aus Kunstfasergewebe und sind von innen gummiert. Sie haben im Allgemeinen eine flexible Form, das heißt sie lassen sich flach zusammenfalten, wenn sie nicht unter Druck stehen und lassen sich daher sehr gut platzsparend transportieren.
Es gibt Schläuche in den Größen A (obwohl dies sehr untypisch für die Feuerwehr ist), B, C und D. Die verschiedenen Größen unterscheiden sich hinsichtlich Durchmesser und Länge, wobei es für B, C und D Druckschläuche entsprechende Strahlrohre gibt. Schläuche haben an beiden Enden eine Knaggenkupplung und können so weiter gekuppelt (verbunden) werden. Mit so genannten Übergangsstücken kann man die verschiedenen Größen miteinander kombinieren (z.B.: ein C-Schlauch am B-Abgang eines Verteilers kuppeln).
Kombischaumrohr S4/M4, Schaummittel mit Zumischer
V.l.n.r.:Kombischaumrohr S4/M4, Zumischer, Schaummittel(„Lösch“)Schaum ist ein spezieller Schaum, der größtenteils aus Luft sowie Wasser und einem Schaummittel, besteht. Schaum als Löschmittel zur Bekämpfung von Bränden der Brandklassen A (Feste Stoffe) oder B (Flüssigkeiten) eingesetzt.
Unterschieden wird in vier verschiedenen Schaumarten: Schwerschaum, Mittelschaum, Leichtschaum und Netzwasser. Das Netzwasser stellt eine Besonderheit dar, denn es besteht zwar aus Wasser und Schaummittel, wird jedoch unverschäumt über Mehrzweck- oder Hohlstrahlrohre abgegeben. Durch die Schaummittelzugabe wird die Oberflächenspannung des Wassers herabgesetzt, was es dem Gemisch ermöglicht, besser und tiefer in (brennende) Objekte einzudringen.
Diese vier Arten werden nach ihrer Verschäumungszahl eingeteilt. Die Verschäumungszahl ist das Verhältnis zwischen dem Volumen des fertigen Schaums und dem Volumen des ursprünglichen Wasser-Schaummittel-Gemisches. Die Verschäumungszahl hängt immer vom verwendeten Schaumrohr ab und kann nicht verändert werden.
Schaumstrahlrohre sind speziell zur Herstellung für den („Lösch“)Schaum konzipierte Strahlrohre und gehören damit zu den wasserführenden Armaturen der Feuerwehr. Grundsätzlich unterscheidet man Schaumstrahlrohre in 2 Typen: Schwer- und Mittelschaumstrahlrohre. Es gibt auch Kombischaumstrahlrohre. Das Kombischaumstrahlrohr hat beide Varianten in sich vereinigt, indem das Schwerschaumstrahlrohr im Mittelschaumstrahlrohr angebracht ist. Über einen Hebel kann man zwischen beiden Funktionen umschalten. Die Feuerwehr produziert allerdings nur Mittel- und Schwerschaum, da man zur Herstellung von Leichtschaum einen Leichtschaumgenerator benötigt. Wir als Feuerwehr besitzen das Kombischaumstrahlrohr S4/M4. Die Zahl steht hierbei für die Durchflussmenge, das heißt das unser Kombischaumstrahlrohr eine Durchflussmenge von 400l/min fördert.
Um Schaum zu produzieren braucht man aber nicht nur ein Schaumstrahlrohr und Schaummittel, sondern auch Wasser und einen passenden Zumischer zum Schaumstrahlrohr (in unserem Fall Z4-Zumischer), der Schaummittel und Wasser vermischt und zum Schaumstrahlrohr weiterleitet.
Der Zumischer ist eine Armatur, die zum Erzeugen von Löschschaum verwendet wird. Dabei saugt der Zumischer das Schaummittel an und vermischt es in einem bestimmten Verhältnis mit dem Löschwasser. Die Zumischung der korrekten Schaummittelmenge im Schaummittel/Wassergemisch ist eine äußerst wichtige Komponente der Schaumerzeugung. Falls Schaummittel in einem zu niedrigen Prozentsatz zugemischt wird, ist das Schaummittel/Wassergemisch „zu dünn“ und vermag keinen stabilen Schaum zu bilden. Ist die Zumischrate zu hoch, wird der Schaum zu steif und ist nicht ausreichend fließfähig.
Funktionswesten
Funktionswesten werden eingesetzt, um Führungskräfte oder Helfer mit besonderen Funktionen an der Einsatzstelle unverkennbar zu kennzeichnen. Sie haben das Format einer handelsüblichen, meist retroreflektierenden Warnweste und werden über der Einsatzjacke getragen. Als Alternativen werden auch farblich gestaltete Einsatzjacken oder Schulterkoller verwendet. Es gibt viele Funktionswesten, aber da wir als Feuerwehr oft mit anderen Wehren zusammenarbeiten, beschränken wir uns in unserer Wehr auf die folgenden Funktionswesten Diese sind:
Der Einsatzleiter
Der Einsatzleiter (erkennbar an einer gelben Weste) trägt die Verantwortung für den Ablauf des gesamten Feuerwehreinsatzes. Er erkundet die Lage und gibt Befehle für alle im Einsatz befindlichen Einheiten, sofern er aufgrund des Umfangs der Lage dies selbst durchführen kann. Bei entsprechend großen Schadenslagen bildet der Einsatzleiter einen Stab in der Einsatzleitung.
Dieser Stab der berät ihn bzw. nimmt ihm organisatorische und logistische Aufgaben ab. Verantwortlich bleibt aber immer der Einsatzleiter.

Der Zugführer oder Einheitsführer
Der Zugführer (erkennbar an einer roten Weste) ist der Führer eines kompletten Feuerwehrzuges (mind. 2 Löschgruppen + Gerät). Man unterscheidet zwischen Löschzug, Rüstzug und Gefahrstoffzug. Sofern die eingesetzten Kräfte die Stärke eines Zuges nicht überschreiten oder nicht eine übergeordnete Führungskraft die Leitung übernimmt, kann ein Zugführer auch Einsatzleiter sein. Bei Einsätzen, die mehr als einen Zug erfordern z.B. Großschadenslagen, übernimmt ein Verbandsführer den Einsatz.
Der Zugführer wird dann z.B. als Abschnittsleiter eingesetzt.
Zugführer erkennt man im Einsatz an den zwei roten Balken auf jeder Helmseite.
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Der Abschnittsleiter
Bei Schadenslagen die eine Aufteilung in mehrere Einsatzabschnitte erfordert werden Abschnittsleiter (erkennbar an einer weißen Weste) eingesetzt. Diese Funktion wird meistens durch einen Zugführer besetzt.
Ein Abschnittsleiter wird vor allem bei größeren Einsätzen eingesetzt, um die Übersicht zu behalten.

Die Atemschutzüberwachung
Atemschutzüberwachung (erkennbar an einer schwarz-weiß karierten Weste) bedeutet eine regelmäßige und schriftlich dokumentierte Überwachung von Atemschutzgeräteträgern während des Atemschutzeinsatzes.
Vor dem Atemschutzeinsatz sollen mindestens folgende Daten vom jeweiligen Trupp registriert werden:
- Namen der Einsatzkräfte (evtl. Truppnamen und Funkrufnamen)
- Uhrzeit vom Anschließen der Luftversorgung
- Uhrzeit bei 1/3 und 2/3 der zu erwartenden Einsatzzeit
- Uhrzeit bei Erreichen des Einsatzzieles
- Uhrzeit bei Beginn des Rückweges
Der jeweilige Trupp kommuniziert per Funk mit der Atemschutzüberwachung, sobald die entsprechenden Uhrzeiten erreicht wurden. Verlässt der Trupp den Gefahrenbereich wieder meldet er das ebenfalls und beendet somit die eigene Überwachung.
Für die Durchführung der Atemschutzüberwachung ist die Führungskraft der Einheit verantwortlich in der der Atemschutztrupp eingesetzt wird. Er kann die Atemschutzüberwachung aber z.B. an den Maschinisten, den Melder oder andere geeignete Personen abgeben.
Bei der Feuerwehr ist eine Atemschutzüberwachung Pflicht.

Tragkraftspritzenanhänger
Daten
- Fahrzeugtyp: Tragkraftspritzenanhänger
- Baujahr: 1979
- Fahrgestell: /
- Aufbauhersteller: Feuerlöschgerätewerk Görlitz
- Zulässiges Gesamtgewicht: /
- Funkkennziffer: Florian Spreewald 16/69-1
Ausrüstung
Ausrüstung im Geräteraum 1
- PFPN 10-1000 Iveco Magirus Fire
- Besen, Schaufel
- Kübelspritze
- Verkehrsweste (Warnweste)
- Saugschutzkorb







